TRAVEL

KOLUMBIEN

Nach einem über 50 Jahre andauerndem Bürgerkrieg, der Gewaltherrschaft Pablo Escobar’s und weiterer dunklen Episoden der Kolumbianischen-Geschichte, ist das Land seit Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit den FARC-Rebellen wieder ein beliebtes und sehr wertvolles Reiseziel.


KOLUMBIEN – Zeit für Frieden

Lange Zeit war die Reisedestination Kolumbien nur etwas für „Hardcore-Traveller“. Wer sich von diesem südamerikanischen Land einen Stempel in seinem Reisepass hatte, galt entweder als Lebensmüde oder Naiv. Das Land blickt auf eine lange, von Gewalt gezeichnete, Geschichte zurück. Über 50 Jahre herrschte dort ein blutiger Bürgerkrieg an denen diverse Untergrundbewegungen beteiligt waren. Ein weiteren Höhepunkt erlangte die Gewaltwelle mit der skrupellosen Vorgehensweise des Drogen-Barons Pablo Escobar und so gehörte Kolumbien stets zu den Ländern weltweit, mit der höchsten Mordrate.

 

Doch Kolumbien hat hart an seinem Image gearbeitet und seine Hausaufgaben gemacht und viel für die Innere Sicherheit getan. Ein großer Schritt war dabei auch die Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen der Regierung und der wohl bekanntesten Guerilla-Gruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) im Jahr 2016, wofür der Präsident umgehend mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt wurde.

 

Die Menschen sehnen sich nach Frieden und heißen Reisende mit ihrer Gastfreundschaft mehr denn je willkommen. Darüber hinaus bietet das Land Zugang zum Amazonas, Strände am Atlantik wie auch an der Karibik und ist von schneebedeckten Andengipfeln durchzogen. Ein persönliches Highlight sind auch die reizvollen kolonialen Kleinstädte, die es überall im Land gibt. Kein Wunder dass es laut „Lonely Planet“ auf Platz 2 der angesagtesten Reisedestinationen für das Jahr 2017 ausgewählt wurde.